Im Laufe der letzten beiden Jahre habe ich eine kleine Wickelkleid-Obsession entwickelt. Früher hatte ich immer Panik, dass die Bindebänder aufgehen könnten und ich im Freien stehe, aber meine liebe Freundin TaylorMaid hat mich überzeugt, dass Wickelkleider genial sind. Ich habe mir meinen eigenen Schnitt gebastelt nach dem Buch „Kleider nähen“ von Tanya Whelan (übrigens ein wirklich ergiebiges Buch, wenn man gerne Kleider trägt) und in mehreren Durchgängen angepasst, dank der freundlichen und geduldigen Hilfe von Andrea von Michou à la Mode.

Ich glaube, ich habe bestimmt ein halbes Jahr lang überhaupt nichts anderes genäht als Wickelteile und mittlerweile habe ich den halben Schrank voll davon. Sie sind einfach zu nähen, machen eine gute Figur und sind superbequem. Heute habe ich ein Wickeloberteil nach demselben Schnitt an – einfach den Rock zum Schößchen gekürzt und fertig ist die Bluse. Der Stoff ist ein petrolfarbener Boucléjersey, verziert mit kleinen Pailetten.

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Sorgloserweise hatte ich nur 1,50 m von dem Stoff gekauft und dann festgestellt, dass das bei einem Wickeltop nicht für lange Ärmel reicht, die Vorderteile überlappen ja und man braucht also mehr Stoff als für eine normale Bluse. Was ich eigentlich weiß, aber naja, manchmal ist man halt doof.

Also eben nur Dreiviertelärmel, ist ja auch ganz hübsch. Hier nochmal etwas detaillierter, hier sieht man den Stoff besser:

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Solche Schößchenblusen sehen am besten zu schmalen Röcken oder zu Jeans aus, finde ich. Der Rock hier ist ein Strickrock aus der Flohmarkthalle und unglaublich bequem – ein Strickschlauch mit Gummizug, das ist praktisch die Jogginghose unter den Röcken.

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Und dazu rote Wedges von Deichmann und die schöne Fakelite-Herzbrosche von The Pink Bungaloo. Auf dem Kopf ein Stück Strickstoff, mein Ich-bin-zu-faul-mir-die-Haare-zu-machen-Workaround. Petrol mit Rot ist eine meiner Lieblingsfarbkombis, übrigens 😀

 

Ach ja, Weltfrauentag, beinahe hätte ich’s vergessen … ich habe mir neulich auch so einen Pink Pussy Hat gestrickt. Stehen tut er mir nicht, aber gibt gut warm und naja … es geht ja nicht immer nur um die Schönheit. Ich habe ihn trotzdem gerne getragen solange es kalt war. Das Foto entstand einen Tag nach Trumps Wahlsieg, das erklärt den Gesichtsausdruck 😀


Und nun guckt auch bei den anderen Me-Made-Mädels vorbei.

 

 

6 Thoughts on “Wickelding

  1. Also erst einmal brauchte ich dafür nicht viel Geduld und gerne gemacht habe ich es auch – ich nutze ja jede Gelegenheit schamlos aus, um dich auf mein Sofa zu locken 😀
    Und zum Zweiten: Bilder willst du uns nicht zeigen? Findest du das nicht etwas – nunja … fies?

  2. Couturette on 8. März 2017 at 10:56 said:

    äh … ja, also, der sollte noch gar nicht öffentlich sein, ich kann erst in der Mittagspause knipsen 😀

  3. Das Buch finde ich auch super, vor allem um zu schauen wie man die Abnäher verändern kann. Und das Wickelkleider/Bluse irgendwie durch das wickeln viel mehr stoffbedarf haben, habe ich auch schon feststellen müt.
    Lg Silvia

  4. Gut siehst du aus!!
    Der Wickelkleidschnitt aus dem Buch, liegt hier halb fertig rum. Ich müsste mich echt mal dran machen…

  5. Ich habe mir bislang immer nur Fake-Wickeldinger genäht. Weil ich eben auch Sorge hatte, dass die Sache nicht hält. Vielleicht probiere ich das doch mal in „echt“. Danke für Deinen Erfahrungsbericht.
    LG Julia
    PS: Schöne Schuhe!

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