Der Winter ist da, höchste Zeit zum Handschuhstricken!

Das Tutorial ist nun vollständig und ich habe es in die richtige Reihenfolge gebracht (Teil 1 – 6).

Im Folgenden beschreibe ich, wie Ihr euch ein Paar Fingerhandschuhe stricken könnt, die genau für eure Hände passen. Sie werden im Hand- und Fingerbereich glatt rechts, ohne Muster sein, ähnlich meinen „Plain Jane“-Handschuhen, die ich letzte Woche gezeigt habe.  Im Vintage-Sprachgebrauch könnte man auch von „Utility Gloves“ sprechen. Am Bündchen könnt ihr nach Wunsch ein Muster stricken. Gleichzeitig erhaltet ihr während dem Stricken eine Anleitung für eure persönlichen Handschuhe, die ihr später dann auch noch mit Mustern und Schnickschnack erweitern könnt. Wir stricken hier also quasi das „Pflicht-Paar“ in glatt rechts, später könnt ihr dann Kür-Paare nach Herzenslust machen.

Ein Wort vorneweg: wer noch nie im Leben eine Stricknadel in der Hand hatte, wird mit dieser Anleitung nicht glücklich. Ihr solltet wissen, wie man Maschen anschlägt, rechte und linke Maschen strickt, Maschen ab- und Maschen zunimmt. Ihr solltet schon einmal mit einem Nadelspiel in Runden gestrickt haben (Theoretisch kann man die Handschuhe auch mit der Rundstricknadel und Magic Loop  arbeiten, dazu schreibe ich hier aber nichts, da ich diese Methode nicht leiden kann 😉 ).

Was wird benötigt:

50 – 100 g nicht allzu dickes Garn

Gut eignet sich z.B. Sockenwolle. Ich verwende hier ein Restknäuel aus Wolle und Kaschmir in beige-grau meliert.

Ein passendes Nadelspiel (5 sog. dpns (double pointed needles) also Nadeln mit Spitzen an beiden Enden)

Ich persönlich wähle für Handschuhe eher dünnere Nadeln als auf der Banderole angegeben, denn Handschuhe sollen fest gestrickt sein. Das macht sie zum einen stapazierfähiger und zum anderen sind Handschuhe, durch die der kalte Wind pfeift eher sinnlos … :-). Gut sind kürzere Nadeln, falls vorhanden, denn wenn es später zum Stricken der Finger geht, ist das angenehmer. Wer aber nur ein Standard-Sockennadelspiel hat, kann dieses auch verwenden.

Ich verwende hier Nadelstärke 2.5 mm, auf der Banderole sind Nadelstärken 3.0 – 4.0 mm angegeben.

Eine dicke Stopfnadel, 3 Maschenmarkierer (oder einfach geknotete Schlaufen aus einem Kontrastgarn), ein Maßband, einige Stecknadeln

Bevor wir nun mit dem eigentlichen Stricken anfangen können, müssen wir ein paar vorbereitende Schritte machen. Leider kommen wir um diesen Teil nicht herum, das Tutorial heisst ja die perfekten Fingerhandschuhe und dafür muss es eben genau sein.

1. Messen

Als erstes brauchen wir zwei Maße:

Den Handumfang an der breitesten Stelle (am besten in Höhe der Knöchel messen)

Bei mir: 19 cm

Den Umfang das Daumens

Bei mir: 7 cm

Höhenmaße müssen wir nicht bestimmen, da der Handschuh während des Strickens immer wieder anprobiert wird.

2. Maschenprobe stricken

Keine Angst, das ist keine grosse Sache. Es reichen normalerweile 20 Reihen über 20 Maschen.

Die Maschenprobe nach dem Abketten locker aufspannen. Wenn ihr Bedenken habt, dass euer Garn beim Waschen vielleicht einläuft, sollte die Maschenprobe vor dem Spannen gewaschen werden und zwar genauso, wie ihr auch später die Handschuhe waschen wollt.

Nun kann man eine bestimmte Länge (hier 5 cm zwischen den beiden Glaskopfstecknadeln) abnehmen und die Maschenanzahl auszählen. Als Endergebnis wollen wir die Maschenzahl auf 10 cm herausbekommen.

Ich habe auf 5 cm 17 Maschen gezählt (die blauen V’s auf dem Bild), also ist meine Maschenprobe 34 Maschen auf 10 cm, um späteres Rechnen zu vereinfachen kann man hier das ganze bereits durch 10 teilen, also  3,4 Maschen auf 1 cm)

Anders als bei üblichen Maschenproben spielt auch hier wieder die Höhe (also die Reihenzahl) keine Rolle.

3. Den Maschenanschlag ausrechnen

Ich will einen Handschuhumfang, der meinem Handumfang entspricht, also multipliziere ich die Maschenprobe mit dem Handumfang:

19 cm x 3,4 Maschen = 64.6 Maschen

Da ich will, dass meine Handschuhe eng anliegen, runde ich ab auf 64 Maschen. Wer lockeren Sitz bevorzugt, kann hier auch aufrunden auf die nächsthöhere gerade Zahl (hier 66 Maschen).

Wo wir schon beim Rechnen sind, rechnen wir auch gleich noch die Maschen für den Daumen aus:

7 cm x 3.4 Maschen = 23.8 Maschen. Hier runde ich auf auf 24 Maschen. Diesen Wert brauchen wir erstmal noch nicht, wir holen ihn später für den Daumenspickel wieder raus.

4. Maschenanschlag und Verteilung der Maschen

Die errechnete Zahl der Maschen PLUS eine zusätzliche Masche wird angeschlagen und einmal im gewünschten Bündchenmuster abgestrickt. Dabei werden die Maschen gleichmässig auf 4 Nadeln verteilt.

Wenn ihr im Rippenmuster arbeiten wollt, ist der sog. italienische Anschlag sehr hübsch, der hier bei Drops in einem Video gut erklärt wird.

Zum Verteilen der Maschen auf das Nadelspiel ist es ist nicht wichtig, dass die Maschenzahl durch 4 teilbar ist. Wenn ich z.B. mit 66 Maschen arbeiten will, kann ich auf der ersten Nadel z.B. 17 Maschen, auf der 2. 16, auf der 3. 16 und auf der 4. wieder 17 haben. Oder eine andere Verteilung. Wichtig ist nur, dass die Summe der Maschen der 1. und 2. Nadel und der 3. und 4. Nadel gleich ist. Denn die 1. und 2. Nadeln bilden die Handfläche und die 3. und 4. Nadeln den Handrücken.

Wenn alle Maschen bis auf die letzte abgestrickt sind, wird das Gestrick zur Runde geschlossen: Unbedingt darauf achten, dass die Maschen nicht verdreht sind. Dann die letzte Masche vor der ersten Masche auf die erste Nadel gleiten lassen und mit der ersten Masche der ersten Nadel zusammenstricken. So erhält man einen schönen Übergang am Rundenanfang. Am Rundenanfang setze ich gerne einen Maschenmarkierer, denn nach einigen Runden ist es manchmal gar nicht mehr so gut ersichtlich, wo die neue Runde anfängt und so muss man sich darüber nicht den Kopf zerbrechen.

5. Bündchen

Nun können wir ein Bündchen nach Wunsch stricken. Entweder ganz schlicht im Rippenmuster 1 re 1 li oder 2 re 2 li … oder etwas anderes, was euch in den Sinn kommt – hier könnt ihr eure Fantasie spielen lassen. Ich bleibe bei schlicht und mache ein schönes langes Bündchen in schnödem Rippenmuster 1 li 1 re.

Das Bündchen strickt ihr bis zur gewünschten Länge – auch diese nach eurer persönlichen Vorliebe.

6. Notizen machen

Da die meisten Leute zwei Hände haben und daher auch zwei Handschuhe benötigen, ist es sinnvoll während des Strickens zu notieren, was man macht. Ausserdem wollen wir ja unsere personalisierte Handschuheanleitung erstellen. Also Hefte raus, Stifte raus und nicht beim Nachbarn abschreiben! 😉

So, das war’s für heute,  jetzt strickt mal schön euer Bündchen und im nächsten Post geht es dann an den Daumenspickel.

Heute stricken wir den Daumenspickel. Um die Position des Daumens brauchen wir uns erstmal noch keine Gedanken zu machen, das kriegen wir später.

Anmerkung: die einfachste Methode, einen Daumen zu stricken wäre natürlich, im Handschuh einfach ein „Loch“ zu lassen, aus dem heraus nachher der Daumen gestrickt wird. Das wird oft bei Fäustlingen so gemacht. Aber die Passform ist hier natürlich nicht so gut. Der Spickel soll den Handballen umschliessen, also den Teil unterhalb des eigentlichen Daumens. Bei den meisten Leuten ist dieser Teil der Hand breiter als der Teil oberhalb des Daumens, daher braucht man hier zusätzliche Maschen, wenn der Handschuh gut passen soll.

Das grüne Dreieck auf dem Bild zeigt in etwa die Mehrweite, die für den Handballen benötigt wird:

Daumenspickel

Als erstes müssen wir wissen, wieviele Maschen wir später für den Daumen brauchen. Und das haben wir ja praktischerweise schon im ersten Teil ausgerechnet. Ich habe einen Daumenumfang von 7 cm und bräuchte bei meiner Maschenprobe von 3.4 Maschen pro Zentimeter ergo 23.8 = 24 Maschen für den Daumen. Der Daumenspickel wird aber eine ungerade Maschenzahl haben (ihr seht gleich, warum), also runde ich hier auf 25 Maschen auf.

Wir stricken als erstes den rechten Handschuh. Rechts ist da, wo der Daumen links ist … den blöden Spruch kennt ja jeder, aber hier ist er sogar mal nützlich. Der Daumen kommt auf die linke Seite der Handfläche, also an den Anfang der ersten Nadel. Später verändert sich die Position des Daumenspickel vielleicht noch etwas (genaugenommen werden später die Maschen auf den Nadeln anders verteilt), aber bevor wir wissen, wo er genau sitzen soll stricken wir ihn zwischen der ersten und zweiten Masche der ersten Nadel heraus.

Spickelposition

Es gibt folgendes Universalrezept für einen einfachen Daumenspickel (alle Maschen werden rechts gestrickt)

Runde 1: Die erste Masche der ersten Nadel abstricken, Marker (m) setzen, eine Masche zwischen der ersten und zweiten Masche herausstricken (o), Marker setzen (m), alle weiteren Maschen der Runde abstricken.

Beginn rechter Daumenspickel

Runde 2: Alle Maschen abstricken.

Runde 3: Bis zum ersten Marker (m) stricken, eine Masche herausstricken (0), bis zum zweiten Marker stricken (m), eine Masche herausstricken (o), alle weiteren Maschen der Runde abstricken.

Runde 4: Alle Maschen abstricken.

Runde 5: Alle Maschen abstricken.

Runde 3 bis 5 solange wiederholen, bis zwischen den zwei Markern die gewünschte Maschenzahl erreicht ist (d.h. ab Runde 3 erfolgen die Zunahmen in jeder 3. Reihe).

Spickelrezept

Wer es ganz perfekt machen will, arbeitet ab Runde 3 die Zunahme nach dem ersten Marker als linksgerichtete Zunahme: Mit der linken Nadel von vorne in den Faden der Vorrunde einstechen, diese „neue Masche“ rechts verschränkt abstricken (mit der rechten Nadeln hinten in die neue Masche einstechen und sie abstricken). Die Zunahme vor dem zweiten Marker wird dann als rechtsgerichtete Zunahme gearbeitet: mit der linken Nadel von hinten in den Faden der Vorrunde einstechen und die neue Masche rechts verschränkt abstricken (mit der rechten Nadel von vorne in die neue Masche einstechen und abstricken). Ich will das hier nicht näher erläutern, aber wer eine ausführlichere Erklärung über diese Zunahmearten möchte, wird z.B. hier bei Tichiro fündig.

Ich bin ein bisschen im Verzug mit meinem Demohandschuh, weil ich am Sonntag drei verschiedene Bündchen ausprobiert und verworfen habe und deshalb gestern ganz von vorne beginnen musste. Darum ist mein Spickel noch nicht ganz fertig, aber immerhin schon soweit, dass ihr etwas sehen könnt:

Daumenspickel

Das war’s für heute. Im nächsten Teil stricken wir die restliche Hand und bestimmen die endgültige Position des Daumenspickels.

Ich weiss nicht, ob ich Teil 3 morgen schon posten kann, da ich geschäftlich bis Donnerstag abend unterwegs bin, aber es geht auf jeden Fall schnellstmöglich weiter.

Nachdem wir im letzten Teil den Daumenspickel gestrickt haben, geht es heute weiter mit der Handfläche. Aber zuerst probieren wir unseren Handschuh mal an, um zu sehen, ob die Höhe des Daumenspickels ausreicht:

Spickel passt

Passt! Ich habe Glück und mein Spickel ist nach der letzten Zunahmerunde genau lang genug. Falls bei euch der Handschuh nach den Spickelzunahmen noch nicht bis zu dem Punkt reicht, an dem der Daumen von der Hand abgeht, müsst ihr noch ein paar Reihen gerade hochstricken.

Dann werden die Daumenmaschen stillgelegt: mit der Stopfnadel fädeln wir sie auf ein Stück Garn, am besten ein glattes Baumwollgarn in einer Kontrastfarbe, das macht später das Auffassen leichter.

Spickelmaschen stilllegen

Die Daumenmaschen vergessen wir jetzt erstmal, denn der Daumen wird als letztes gestrickt. Für die Handfläche stricken wir nun weiter in Runden, die letzte Masche vor und die erste Masche nach dem Daumenspickel liegen nun wieder nebeneinander. Bei diesen zwei Maschen in der ersten Runde den Faden gut straffziehen, damit hier keine grossen Schlingen entstehen.

Daumenmaschen stilllegen

Daumenmaschen stilllegen

Wie ihr die Handfläche arbeiten müsst, kommt auf die Form eurer Hand an. Bei mir sieht sie so aus:

Fingerposition

Hier sieht man, dass mein kleiner Finger ein ganzes Stück unterhalb des Ringfingers angesetzt ist und dieser wiederum etwas unterhalb des Mittelfingers (die blauen Linien). Für meine Hand muss die Handfläche also in 3 Stufen gestrickt werden:

Stufe 1: bis zum kleinen Finger hochstricken, die Maschen für den kleinen Finger stillegen.

Stufe 2: die restlichen Maschen bis zum Ringfinger hochstricken (vermutlich 2-3 Runden), die Maschen für den Ringfinger stillegen.

Stufe 3: die restlichen Maschen bis zum Mittelfinger hochstricken (vermutlich 1-2 Runden).

Ich hoffe, das klingt jetzt nicht komplizierter als es ist 🙂 . Schaut euch eure Hand genau an, dann seht ihr, ob ihr auch diese 3-Stufen-Handfläche machen müsst. Bei manchen Leuten fangen alle Finger auf der gleiche Höhe an, dann wird nach dem Daumenspickel einfach hochgestrickt bis zum Fingerbeginn.

Was auch noch aussteht, ist die Bestimmung der endgültigen Daumenposition, aber dazu muss erstmal die erste Stufe der Handfläche gearbeitet werden, also auf gehts.

Bei mir ist nach 11 Runden der kleine Finger erreicht.

Bis zum kleinen Finger stricken

Bestimmung der Daumenposition

Auch hier kommt es wieder auf die Form eurer Hand an. Bei vielen Leuten passt der Daumen gut, wenn er direkt zwischen der Handfläche und dem Handrücken sitzt (Nanette Blanchard nennt diese Version „sore thumb“). Bei anderen (z.B. bei mir) ist es besser, wenn der Daumen etwas in Richtung Handfläche verschoben ist („scandinavian thumb“). Diese Position müssen wir logischerweise bestimmen, bevor die Finger gestrickt werden, denn der Zeigefinger wird ja direkt an der Kante Hanfläche/-rücken gearbeitet und diese Kante ist abhängig von der Daumenposition.

Wir haben den Handschuh bis zur Handfläche hochgestrickt und zum besseren Anprobieren verlagern wir die Maschen entweder auf auf ein Stück Garn oder eine Rundstricknadel. Wenn die starren Nadeln zum Anprobieren drinbleiben, kann man den Sitz nicht richtig beurteilen,daher müssen wir hier einmalig etwas mehr Aufwand betreiben.  Wichtig ist auch, die Kante zwischen Handfläche und Handrücken zu markieren (blauer Maschenmarkierer auf dem Foto). Diese liegt im Moment eine Masche vor dem Daumenspickel (ihr erinnert eucht vielleicht noch: wir haben den Spickel nach der ersten Masche der ersten Nadel gearbeitet).

Maschen auf Rundstricknadel nehmen und Handkante markieren

Nun schlüpfen wir mal in unseren Handschuh rein und schauen uns den Sitz an.

Anprobieren

Bei mir sieht man, dass der Handschuh nicht gut sitzt, wenn der Daumen direkt an der Handkante ist. Der Daumen muss ein Stückchen nach unten gedreht werden.

So ist es besser

Und wir sehen auch direkt, dass durch diese Aktion die Markierung für die Handkante ebenfalls in Richtung Handfläche verrutscht ist, das bedeutet, ich muss die Handkante neu markieren.

Handkante neu markieren

Bei mir hat sich ergeben, dass der Daumen drei Maschen weiter in Richtung Handfläche sitzen muss. Und diesen Wert kann ich mir direkt für die nächsten Handschuhe merken: ich mache den rechten Daumenspickel nach der vierten Masche der ersten Nadel – dann kann ich mir diese aufwändige Probieraktion sparen.

Jetzt müssen die Maschen noch neu auf die Nadeln verteilt werden: die erste Nadel beginnt direkt an der neuen (gelben) Handkantenmarkierung. Das ganze Gestrick ist also quasi drei Maschen nach links gerutscht.

Die neue Nadelverteilung beginnt auf diesem Schemabild jeweils bei den roten Linien:

Neue Nadelpositionen

Maschen neu verteilt

Den blauen Markierer brauchen wir nach diesem Schritt nicht mehr, den nehmen wir raus. Unsere neue Handkante ist am gelben Markierer.

Seid ihr noch bei mir? Ich hoffe, ich hab’s nicht zu kompliziert erklärt.

Wir haben jetzt einen Handschuh mit perfekt positioniertem Daumen und die Handfläche hochgestrickt bis zum kleinen Finger. Als nächsten Schritt müssen wir ausrechnen, wie die Handflächenmaschen auf die einzelnen Finger verteilt werden, und Stufe 2 und 3 der Handfläche stricken … und das machen wir im Teil 4.

Im Teil 3 sind wir bis zum Ansatz des kleinen Fingers gekommen – die erste Stufe der Handfläche. Um Stufe 2 und 3 stricken zu können, müssen wir erst wissen, wie die Maschen auf die einzelnen Finger verteilt werden.

Nochmal zur Erinnerung: vielleicht müsst ihr keine dreistufige Handfläche machen. Falls alle eure Finger auf derselben Höhe anfangen, könnt ihr direkt anfangen, die Finger zu stricken. Nur Leute mit so schiefen Pfoten wie ich müssen noch zwei Schritte mehr einbauen 😉 .

Bevor ich die Stufen 2 und 3 der Handfläche stricken kann, muss ich natürlich wissen, wieviele Maschen ich für den kleinen und den Ringfinger jeweils stilllegen muss. Es gibt eine Faustregel, wie man die Maschen aus Handrücken und -fläche auf die einzelnen Finger verteilt:

Zeigefinger Gesamtzahl der Maschen geteilt durch 3 KF = 64/3 = 21.3auf die nächste gerade Zahl aufrunden: 22
Mittelfinger Gesamtzahl der Maschen geteilt durch 4 KF = 64/4 = 16
Ringfinger Gesamtmaschen minus Zeige- und Mittelfingermaschen geteilt durch 2 -> abrunden KF = (64-22+16)/2 = 13auf die nächste gerade Zahl aufrunden: 12
Kleiner Finger Gesamtmaschen minus Zeige- und Mittelfingermaschen geteilt durch 2 -> aufrunden KF = 64/3 = 13auf die nächste gerade Zahl abrunden: 14

Diese Maschenzahlen teilen wir jeweils durch zwei, dann erhalten wir die Anzahl der Maschen, die vom Handrücken und von der Handfläche genommen werden. Zu diesen kommen nun noch einige Maschen hinzu die wir zwischen den Fingern neu anschlagen müssen. Denn ebenso wie die Erde sind unsere Finger keine Scheiben sondern dreidimensionale Objekte, d.h. wir brauchen mehr Maschen für die Finger, als uns aus der Handfläche und dem -rücken zur Verfügung stehen. Ich weiss noch nicht genau, wieviele Maschen ich hier brauchen werde, ich starte mal mit 2 Maschen zwischen jedem Finger

Zur weiteren Vertiefung und besseren Veranschaulichung empfehle ich diesen Artikel von Nanette Blanchard von „Knitting in Color“. So ein Fingerdiagramm ist eine nützliche Sache und hilft sehr dabei, das Prinzip zu versehen. Nanette dokumentiert mit dieser Skizze die Maschenanzahl der einzelnen Finger.

Im Kreis steht jeweils die gesamte Maschenzahl, über dem Kreis die Maschen, die vom Handrücken kommen, unter dem Kreis die Maschen von der Handfläche und zwischen den Kreisen die zusätzlich aufzunehmenden Maschen. Falls ihr über den Daumen rätselt: der stimmt in unserem Fall nicht, denn die Skizze bezieht sich auf einen sog. „peasant thumb“, einen Daumen ohne Spickel, bei dem 8 Maschen stillgelegt werden, 8 neu angeschlagen und dann je zwei dazwischen rausgestrickt. -> Den Daumen also ignorieren.

Ich habe zehn Jahre meines Lebens ins einer Firma vergeudet verbracht, in der es ausser mir praktisch nur Ingenieure gab und das hat meinen Sinn für Pläne, theoretische Überlegungen und Schemazeichnungen für immer geprägt. Mir gefällt diese Skizze von Nanette sehr gut, aber natürlich kann man das noch verkomplizieren verbessern!

Für meine Handschuhe sieht das Verteilungsschema erststmal so aus:

Fingerverteilung - Version 1

Die Maschen, die von der Handfläche kommen, sind in blau dargestellt, die vom Handrücken in rot. Die Maschen dazwischen sind diejeingen, die neu angeschlagen werden. Beim Zeigefinger und beim kleinen Finger kommen diese Maschen logischerweise jeweils nur an der Innenseite dazu. Den Daumen habe ich noch nicht beschriftet.

Um zu prüfen, ob ich mit diesen Maschenzahlen in etwa hinkomme, messe ich ich den Umfang meiner Finger und rechne mit der Maschenprobe die Soll-Maschenzahl aus.

  Ist-Maschen Umfang in cm Fingerumfang in cm
 Soll-Maschenzahl
ZF 24 7.06 cm  6.2 cm  21
MF 20 5.88 cm  6.0 cm  20
RF 16 4.71 cm  5.5 cm  19
KF 16 4.71 cm  5.0 cm  17

Das heisst, ich muss noch ein bisschen an der Verteilung und an der Zahl der aufzunehmenden Maschen herumschrauben. Der Zeigefinger wird zu weit, also klaue ich hier 2 Maschen und spendiere sie dem Ringfinger, da fehlt am meisten Weite. Ausserdem nehme ich zwischen kleinem und Ringfinger 3 Maschen zwischen den Fingern auf. Und ich verabschiede mich von dem Gedanken, dass jeder Finger eine gerade Maschenzahl haben muss, so wie es in praktisch jeder Anleitung steht. Warum muss das zwingend so sein? Es ist doch wichtiger, dass die Finger gut passen. Ich stricke meine Finger ohnehin auf 3 Nadeln, da spielt es wirklich keine Rolle, ob die Maschenzahl gerade oder ungerade ist.

Meine neue Verteilung sieht so aus:

Fingerverteilung - Version 2

Der Zeigefinger hat  noch eine Masche mehr als ich nach meinen Berechnungen bräuchte – aber das kriegen wir dann beim Stricken. Ich werde natürlich jeden Finger anprobieren, nachdem ich ein paar Reihen gestrickt habe und die Weite prüfen. Ob die Berechnungen nach der Maschenprobe so genau stimmen, kann man nicht vorhersagen. Die Maschenprobe wurde flach mit 2 Nadeln gestrickt und es kann durchaus sein, dass die Maße beim Rundstricken etwas anders sind.

So, nun können wir die restlichen beiden Stufen der Handfläche stricken.

Die Maschen für den kleinen Finger stillegen: als erstes stricke ich die erste Nadel und die zweite Nadel bis zur siebtletzten Masche ab. Dann werden 14 Maschen (7 aus der Handfläche und 7 aus dem Handrücken) auf einem Hilfsfaden aufgefädelt. Auf der zweiten Nadel schlage ich noch 3 Maschen neu an und stricke dann die dritte und vierte Nadel ab.

kleinen Finger stilllegen

Jetzt habe ich wieder Maschen in Runden (ohne den kleine Finger) und kann weiter hochstricken, bis ich die Abweigung des Ringfingers erreicht habe. Bei mir waren das 3 Runden.

bis Ringfinger stricken

Jetzt mache ich die gleiche Aktion wieder: Erste Nadel abstricken, 2. Nadel abstricken bis zur zehntletzten Masche (7 Maschen aus der Handfläche, 3 zusätzlich angeschlagene Maschen). 17 Maschen für den Ringfinger stillegen (je 7 aus Handfläche und -rücken, 3 Zwischenmaschen). Auf der zweiten Nadel 2 Maschen anschlagen, die dritte und vierte Nadel abstricken. Nun hochstricken bis zum Abzweig des Mittelfingers – bei mir waren es 2 Runden.

Dann kann man entweder die Maschen des Zeigefingers (je 10 von Handfläche und -rücken) oder die Maschen des Mittelfingers stilllegen. Ich habe die Zeigefingermaschen stillgelegt, auf der 4. Nadel zwischen Zeige- und Mittelfinger 2 Maschen angeschlagen und stricke nun den Mittelfinger hoch (ich weiss, ich weiss, das sieht auf Fotos etwas ungünstig aus 😉 – ist mir aber erst später aufgefallen.)

Zeigefingermaschen stillegen

Zum Fingerstricken verwende ich nun die kürzeren Nadeln und verteile die Maschen des Ringfingers auf 3 Nadeln.

Weite anprobieren

Nach ca. 10 Runden probiere ich, ob die Weite passt – alles paletti. Den Mittelfinger habe ich also schon mal richtig ausgerechnet. Den orangefarbenen Marker habe ich am Rundenanfang gesetzt. Muss man nicht unbedingt, aber ich stelle bei mir immer fest, dass ich nach ein paar Runden vergessen habe, welche Nadel nun die erste ist.

So, das war’s für heute. Wenn ihr wollt, könnt ihr den Mittelfinger noch bis ca. zur Mitte des Fingernagels hochstricken und im Teil 6 geht’s dann weiter. Ab jetzt ist es nicht mehr kompliziert, nur noch die Fingerkuppen und der Daumen. Und ein paar Tipps zur Vermeidung der gefürchteten Löcher zwischen den Fingern.

Allerdings wird der Teil 5 vermutlich noch nicht morgen erscheinen. Ich habe im Strickrausch vergessen, ein paar wichtige Schritte zu fotografieren und muss nun schnell den linken Handschuh nadeln, damit ich meine Versäumnisse nachholen kann. Lange wird’s aber nicht dauern, versprochen.

So langsam nähern wir uns dem Ende: nur noch zwei Teile, dann ist es geschafft. Heute stricken wir die vier Finger.

Im letzten Teil hatten wir mit dem Mittelfinger (oder Zeigefinger) begonnen. Diesen stricken wir nun in Runden so weit hoch, bis er etwa bis zu Mitte des Fingernagels reicht.

Dann wird die Spitze folgendermassen gearbeitet:

R1: *2 Ma re, 2 Ma re zus. str.* von * bis * fortlaufend wiederholen

R2: alle Ma re

R3: * 1 Ma re, 2 Ma re zus. str.* von * bis * fortlaufend wiederholen

R4: alle Ma re

R5: immer 2 Ma re zus str. bis zum Rundenende

Egal wieviele Maschen ursprünglich auf den Nadeln sind, die Spitze besteht immer aus diesen 5 Reihen. Es kann vorkommen, dass ihr die erste Runde mit 2 Ma re beginnt und sie auch wieder mit 2 Ma re endet – macht nichts. Am Ende wird es trotzdem eine schöne Spitze.

Die übrigen Maschen kann man auf verschiedene Art zusammenfassen:

Den Faden abschneiden (ca. 8-10 cm zum Vernähen stehen lassen) und ganz simpel einmal rundherum durchziehen, festziehen und den Faden auf die Innenseite bringen

Den Faden im Zickzack durch die Maschen durchziehen, so mache ich es. Ebenfalls festziehen und Faden nach innen holen.

Die Maschen durch grafting, auch Kitchener Stitch genannt unsichtbar zusammennähen. Mir persönlich ist das zu fummelig, aber wer es gerne probieren möchte, kann hier ein schönes Video zum Thema ansehen.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=KhQYq-6UCKI?feature=player_detailpage]

So, der erste Finger ist fertig, und ich kann es mir nicht verkneifen, dieses Bild zu zeigen 😀

Beim nächsten Finger (Ring- oder Zeigefinger – ihr könnt euch einen aussuchen). Werden zunächst Maschen am Übergang zum Mittelfinger aufgefasst. Hier haben viele Stricker Probleme, dass sich grosse Löcher am Fingeransatz bilden und um dies zu vermeiden werden Dinge gemacht wie z.B. die aufgefassten Maschen verschränkt abstricken oder mehr Maschen als benötigt auffassen und diese in der nächsten Reihe wieder zusammen stricken.

DAVON RATE ICH AB!!! Ich habe das alles auch schon probiert, aber das Ergebnis war nicht zufriedenstellend. Wenn man die Maschen verschränkt abstrickt, sieht der Zwischenraum zwischen den Finger unsauber und gewurschtelt aus. Wenn man mehr Maschen auffasst als benötigt, entstehen oft trotzdem Löcher und man bekommt ebenfalls einen unsauberen Fingerzwischenraum.

Ich empfehle dringend, nur soviele Maschen aufzufassen, wie man vorher angeschlagen hat – in diesem Fall zwischen dem Zeige- und dem Mittelfinger zwei. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn sie präzise aufgefasst und sauber abgestrickt werden, gibt es nur ein kleines Löchlein am Rundenanfang, welches man später von innen mit einem Maschenstich völlig unsichtbar vernähen kann. Der Anfangsfaden muss ja ohnehin vernäht werden, also kann man das direkt miteinander verbinden.

Um zu verstehen, welche Fäden wir nun auffassen müssen, schauen wir uns das Gestrick mal genauer an:

Die blauen Vs stellen die letzte Masche dar, die von der Handfläche (oder dem Handrücken) von unten kommt, die rosafarbenen Vs die erste Masche, die für den Finger neu angeschlagen wurde. Unterhalb dieser rosafarbenen Vs liegt eine Fadenschlinge, die aussieht, wie eine linke Masche (grüner Pfeil – klickt auf das Bild und schaut es euch grösser an). Diese Schlinge und die benachtbarte der zweiten angeschlagenen Masche nehmen wir mit der Nadel auf.

Die restlichen Maschen für den Finger sind die, die wir bei den Stufen 2 und 3 der Handfläche stillgelegt haben. Diese nehmen wir von dem Hilfsfaden wieder auf Nadeln. Um der Lochbildung weiter vorzubeugen, beginne bzw. ende ich meine Runden nicht direkt an den aufgefassten Maschen, sondern nehme noch mindestens eine weitere Masche rechts und links davon dazu.

Hiervon ausgehend verteile ich die übrigen Maschen auf meine Nadeln – die genaue Aufteilung spielt keine Rolle, aber ich markiere mir den Reihenanfang. In der ersten Runde werden die aufgefassten Maschen UNVERSCHRÄNKT abgestrickt, wenn sie so liegen, wie auf dem Foto oben heisst das, ich steche hinten in die Maschen ein und stricke sie rechts ab. Das ergibt dann einen ganz sauberen Übergang und nach der ersten Runde sieht man schon, dass die Lochbildung minimal ist.

Nun geht’s wieder wie gehabt in Runden weiter, nach einigen Reihen anprobieren, ob die Weite stimmt. Sollte der Finger zu weit sein können wir an den Fingerzwischenräumen eine oder zwei Maschen durch einfaches Zusammenstricken abnehmen. Sollte der Finger wider Erwarten mal zu eng ausfallen,  bitte zurückstricken (oder ribbeln) bis zur ersten Reihe des Fingers und in diesem Fall dann doch in den Zwischenräumen zusätzliche Maschen aufnehmen. In diesem Falle notiert euch, dass hier eine zusätzliche Masche benötigt wird und schlagt diese bei den nächsten Handschuhen gleich mit an, so wird es sauberer.

Nachdem ich den Mittel- und Zeigefinger gestrickt habe, sieht mein Fingerzwischenraum von einer Seite perfekt aus

Von der anderen Seite sieht man das kleine Loch am Rundenanfang – das können wir später problemlos vernähen

Den Finger wieder bis Mitte Fingernagel hochstricken, Spitze wie oben beschrieben.

Auf genau dieselbe Weise werden auch die restlichen beiden Finger gestrickt.

Nun fehlt nur noch der Daumen und das abschliessende Vernähen der Fäden – ein weiterer Teil noch, und wir haben es geschafft.

Auf zum Endspurt! Im letzten Teil stricken wir nur noch den Daumen und vernähen die Fäden.

Aber zuerst bewundern wir noch kurz die hübschen Finger, die wir gestrickt haben.

Jetzt werden die Daumenmaschen aufgefasst. Und hier kommt die Ausnahme von der Regel: obwohl wir an der Handfläche für den Daumen keine Maschen angeschlagen haben, werden hier einige Fäden als Maschen aufgefasst und für ein paar Reihen abgestrickt. Fragt mich bitte nicht, warum, aber so wird der Daumen am schönsten. Ich habe zwei Maschen aus der Handfläche aufgefasst und natürlich die stillgelegten Maschen vom Hilfsfaden auf die Nadeln verteilt:

Dann stricken wir einige Runden hoch und probieren den Daumen an:

Aha, zu weit. Da der Daumen am Ansatz etwas dicker ist, macht das aber nichts, hier können wir die überschüssigen Maschen einfach in der nächsten Runde loswerden: ich habe an der Daumeninnenseite (also da, wo die neuen Maschen aufgefasst wurden)  zwei mal zwei Maschen zusammengestrickt, dann eine Runde ohne Abnahmen gestrickt und wieder probiert: immer noch zu weit, also habe ich die Aktion wiederholt. Ab da passte der Daumen prima – ich habe also insgesamt 4 Maschen abgenommen.

Den Rest kennt ihr schon: Daumen stricken bis Mitte Fingernagel, Spitze wie in Teil 5 beschrieben.

Jetzt kommen nur noch ein paar Feinarbeiten:

Alle losen Fäden mit der Stopfnadel auf die Innenseite des Handschuhs ziehen und den Handschuh wenden.

Jetzt sieht man zwischen den Fingern, wo die kleinen Löcher entstehen. Die durchgezogenen Fäden sollten sich auch in etwa derselben Gegend befinden. Mit diesen werden die Löcher nun geschlossen: Faden auf Stopfnadel fädeln und im Bereich der Löcher durch die hervorstehende Fäden der linken Maschen ziehen, immer rauf und runter. Am besten geht es, wenn man den Handschuh über die linke Hand (rechte Hand, falls ihr Linkshänder seid) zieht und die Finger etwas spreizt, dann sieht man die Lage der Löcher gut. Nicht zu fest anziehen, sonst ziehen sich die Maschen zusammen und das Loch entsteht nebenan gerade wieder.

Wenn das Loch verschwunden ist, den Faden noch vernähen und abschneiden (ich lasse immer ca. 1 cm stehen damit sich das abgeschnittene Ende nicht auf die Vorderseite durchspiesst).

Zum Schluss werden noch die Fäden an den Fingerspitzen und der Anfangsfaden vernäht und … fertig! Oder? Naja, ihr solltet vielleicht noch den linken Handschuh gegengleich stricken, damit es beide Hände schön warm haben.

Die Daumenposition wird beim linken Handschuh vom Ende der 2. Nadel aus gezählt. Also wenn ihr beim rechten Handschuh den Spickel nach der vierten Masche der ersten Nadel gemacht habt, macht ihr ihn beim linken Handschuh vor der viertletzten Masche der 2. Nadel:

Hier sind meine fertigen Utility-Gloves. Kuschlig warm und weich dank der 20% Alpaka im Garn und perfekt massgeschneidert, pardon massgestrickt.

Wir haben fertig!

Wenn ihr eure Maschen- und Reihenzahlen brav mitgeschrieben habt, habt ihr nun eure persönliche Anleitung für Fingerhandschuhe – allerdings natürlich nur mit derselben Garn- und Nadelstärke mit der ihr hier gestrickt habt. Verwendet ihr dünneres oder dickers Garn oder Nadeln, dann steigt ihr einfach wieder im ersten Teil ein: Maschenprobe und Rechnen.

Diese glatt rechts gestrickten Handschuhe waren nun die Pflicht. Wenn ihr auch in der Kür antreten wollt, könnt ihr eurer Fantasie jetzt freien Lauf lassen: Fantasiebündchen, Zöpfe, Norwegermuster, Lochmuster, eingestrickte Perlen … alles steht euch offen. Genauso könnt ihr, wenn ihr dieses System einmal verinnerlicht habe, fertige Anleitungen nach euren persönlichen Massen überarbeiten.

Ich hoffe, ich habe alles verständlich erklärt. Wenn ihr Handschuhe nach dieser Anleitung strickt, dürft ihr mir gerne ein Bild oder einen Link zu eurem Blog senden, dann stelle ich eure Werke hier vor. Viel Spass und liebe Grüsse

Ingrid

Stricke lange und in Frieden.